Rote Fahne mit der Aufschrit DIE LINKE.

Mülheim an der Ruhr 2020 Eine Stadt für alle

Mülheim Lebenswerter machen Marc Scheffler, Ratslistenplatz 2, Eppinghofen Ost

Das Ruhrbaniaprojekt und der Neubau des alten Kaufhofgebäudes ist für mich ein Armutszeugnis in Sachen Umwelt und Klimaschutz, hier ist lediglich eine Betonwüste entstanden. Es fehlt an einer umweltgerechten Begrünung nicht nur für das Stadtklima, sondern auch für Insekten und gerade Bienen, damit diese wieder Lebensraum finden. Ich möchte, dass öffentliche Flächen für Urban-Gardening-Projekte ausgewiesen werden, städtisches Gärtnern ist eine Bereicherung für die Stadt, weil es Identifikation mit der Stadt und den Stadtteilen schafft und mehr Lebensqualität für alle. Klima- und Umweltschutz ist kein reines Thema auf Landes- und Bundesebene, auch in Kommunen gibt es Möglichkeiten voran zukommen, sei es der Erhalt von Freiflächen wie das Fulerumer Feld, Selbeck, Auberg oder das Winkhauser Tal. Wir als Linke lehnen die Bebauung dieser Flächen konsequent ab!

In Mülheim haben wir rund 90.000 angemeldete PKWs, was zu einer der höchsten Autodichten in ganz Deutschland zählt. Dies ist auch auf den desolaten ÖPNV zurückzuführen, hier brauchen wir eine Investitionsoffensive und keine weiteren Einsparungen. Es braucht einen konsequenten Ausbau mit kurzen Taktungen, abgestimmten Verbindungen und die Einbeziehung von Stadtteilen wie Selbeck und Mintard, damit der ÖPNV so attraktiv wird, dass sich ein Auto nicht mehr lohnt.

Nicht der Abbau, sondern der Ausbau ist meine Priorität, jede weitere Kürzung bringt noch mehr Autos auf die Straße. ÖPNV muss für alle Menschen in der Stadt bezahlbar sein. Ich möchte mich dafür einsetzen, dass Schüler*innen, Auszubildende und Menschen in Leistungsbezug (Harz IV Grundsicherung) kostenlos fahren können, ein 365 Euro Ticket (1 Euro am Tag) für alle und perspektivisch für einen fahrscheinlosen ÖPNV, damit die Attraktivität des ÖPNV gesteigert wird. Ich möchte eine autofreie Innenstadt, damit diese Lebenswerter und Lebendiger wird. Autos bringen hier das Gegenteil.

Ich möchte mit Ihnen und für Sie für ein Mülheim kämpfen, in dem es einen ÖPNV gibt, mit dem wir von A nach B kommen, wo laufen eben nicht manchmal schneller ist und Sie auf Radwegen nicht Angst vor Autos haben müssen. Dies können wir nur erreichen, wenn die strukturelle Unterfinanzierung der Kommunen behoben wird. Hier muss auch ein Umdenken in unserer Stadt erreicht werden, denn der Sparkommissar darf nicht einfach hingenommen werden, da die Absender die Verursacher der Probleme sind.

Veröffentlicht am 30.08.2020