Rote Fahne mit der Aufschrit DIE LINKE. Bildquelle: Michael Staats

Mülheim an der Ruhr 2020 Eine Stadt für alle

Mülheimer Jugend Stärken! Yannik Liebermann. Ratslistenplatz 4, Holthausen Nord

Reden wir von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen bis 21 Jahren, liegen wir ungefähr bei 32.000 MülheimerInnen. Eine nicht zu vernachlässigende Zahl, sind es doch Jene, welche Mülheims Zukunft meistern müssen und können, wenn man sie nur entsprechend unterstützt. Doch was heißt unterstützen in diesem Fall? Es bedeutet die gleichen Möglichkeiten für alle zu schaffen, unabhängig vom finanziellen Hintergrund der Familie. Es bedeutet jedes Kind und jeden Jugendlichen in seiner persönlichen Entfaltung zu stärken.
Es bedeutet jedem Kind und Jugendlichen die bestmöglichen Bildungs-, Beschäftigungs- und Sportmöglichkeiten zu bieten.
Hierfür ist es unerlässlich die Investitionen in die Jugend deutlich zu steigern und nicht zur Haushaltskonsolidierung ein zu streichen. Jugendeinrichtungen, wie Jugendhäuser und Beratungsstellen, müssen solide finanziert und kontinuierlich ausgebaut werden. Gerade im Bereich der Beratungsstellen sind viele Projekte ausschließlich durch Spenden finanzierbar, was eine Katastrophe bedeutet, sollten jene Spenden einmal wegfallen. Präventionsarbeit bedeutet Kinderschutz und sollte zu keinem Zeitpunkt Teil einer Diskussion um Finanzierung sein. In der nahen Vergangenheit hat Unterfinanzierung bereits zum Verlust der Beratungsstelle des Kinderschutzbundes geführt, ein untragbarer Zustand für Mülheim. Doch nicht nur die Beratungsstellen kämpfen mit der Finanzierung, Jugendhäuser und Treffpunkte müssen genauso ausfinanziert werden. Dort wird wichtige Arbeit getan um Kinder und Jugendliche in ihren Talenten zu fördern und kreativ zu beschäftigen. Für viele Jugendliche sind diese Orte Zufluchtspunkte aus schwierigen Elternhäusern heraus, oft Mals auch der Grund, warum eine Biografie eine positive Wendung nimmt. Kein Kind oder Jugendlicher darf in Mülheim zurückbleiben, daher müssen genügend Angebote zur Freizeitbeschäftigung kostenfrei zur Verfügung gestellt werden.

Der hohe Zuspruch der Mittwochsveranstaltungen der Freilichtbühne, der neuen Sportflächen in Styrum und das rege Treiben an der Ruhr, gerade am Wochenende, zeigen, die Mülheimer Jugend lechzt nach derartigen Angeboten. Sport treiben ist für viele Kinder und Jugendliche vor allem ein finanzielles Problem, kostenlose Möglichkeiten dürfen also nicht wie bisher eher „Stiefmütterlich“ behandelt werden. Bolzplätze die durch „Ela“ beschädigt oder zerstört wurden, waren teilweise jahrelang nicht zu benutzen. Warum wundert man sich übersteigende Zahlen Nichtschwimmer, wenn man seit Jahrzehnten ein Schwimmbad nach dem anderen schließt und andere wegen ständig wegen Reparatur geschlossen sind?

Wir brauchen endlich ein zusätzliches Schwimmbad das den Schulen und Vereinen die Möglichkeit bietet Schwimmunterricht anzubieten.

Gleichzeitig musst das Schwimmen in der Ruhr endlich erlaubt werden, denn auch hier hat die Realität die Vorgaben längst überholt.

All diese Dinge, sind essenziell für ein eine lebendige Jugend und somit auch eine lebendige Zukunft für Mülheim.

Veröffentlicht am 05.09.2020