Rote Fahne mit der Aufschrit DIE LINKE.

Mülheim an der Ruhr 2020 Eine Stadt für alle

Notdienste vor Ort gewährleisten Sylvia Gabelmann, Sprecherin für Arzneimittelpolitik und PatientInnenrechte der Fraktion DIE LINKE.

Vor über einem Jahr wurde der kinderärztliche Notdienst von Mülheim in das Evangelische Krankenhaus Oberhausen verlegt. Gegen diese Verlegung klagen nun 11 Mülheimer Fach- und Kinderärzte beim Sozialgericht Düsseldorf, als Linke unterstützen wir das Anliegen der Klage.
Mit der Verlegung des Notdienstes in ein Oberhausener Krankenhaus geht für die Mülheimerinnen und Mülheimer eine schlechtere Erreichbarkeit des Notdienstes einher, also eines Dienstes, der im dringenden Fall schnellst möglich erreichbar sein sollte. Statt aus dem Fehler der Verlegung des Kindernotdienstes zu lernen, wurde nun auch noch der augenärztliche Notdienst der Städte Duisburg, Mülheim und Oberhausen ins Uniklinikum Essen verlegt. Die Folge dieser Verlegungen ist eine Ausdünnung der notärztlichen Versorgung vor Ort und damit eine deutliche Verschlechterung der Gesundheitsvorsorge in den betroffenen Standorten. Besonders betroffen sind von solchen Verlegungen Menschen, die über kein Auto verfügen und für die ein Ticket in die Nachbarstadt zu teuer ist, dann entsteht neben einer deutlich längeren Anfahrt auch noch eine erhöhte finanzielle Belastung.

Die Ursache dieser Entwicklung liegt bei der Kassenärztliche Vereinigung, die auf Einsparungen und Zentralisierungen setzt, wo dadurch einige wenige Ort gestärkt werden, während insbesondere Kommunen wie Mülheim an der Ruhr wichtige Standbeine der Gesundheitsversorgung verlieren. Die Verschiebung des Notdienstes hat der Stadt einen gut funktionierenden Notdienst genommen. Das führt dazu, das sie deutlich schlechter versorgt sind. Auch bleibt die Frage welche Notdienste in Zukunft noch verlegt werden.
Die Linke im Mülheimer Kommunalparlament und ich als Bundestagsabgeordnete der Linken werden daher deutlich machen, dass wir keine weitere Verschlechterung der Erreichbarkeit und des Zugangs der Notdienstversorgung akzeptieren werden, sondern für einen Zugang zu Notdiensten vor Ort streiten werden. Besonders Gesundheitspolitik muss vom Menschen her gedacht werden, sie darf nicht die Kosten in den Mittelpunkt stellen. Für Die Linke hat eine flächendeckende und schnell erreichbare Gesundheitsversorgung oberste Priorität.

Veröffentlicht am 26.08.2020