Rote Fahne mit der Aufschrit DIE LINKE. Bildquelle: factoids

Mülheim an der Ruhr 2020 Eine Stadt für alle

Wohnen bezahlbar machen! Nina Eumann, Ratslistenplatz 3, Winkhausen

Mülheim ist die Stadt, in der ich geboren und aufgewachsen bin. Meine Tochter geht hier zur Schule und verbringt hier ihre Freizeit. Meine Eltern sind hier geboren und haben ihr Arbeitsleben in Mülheim verbracht, mein Vater als Bohrwerksdreher, meine Mutter als Verkäuferin. Wir leben gerne in Mülheim.

Mülheim ist auch das: Reichtum in wenigen Stadtteilen auf der einen Seite, viele Sozialtransfer-Bezieherinnen in anderen Stadtteilen auf der anderen Seite. In unserer Stadt lebt ca. ein Viertel der Bevölkerung in prekären Arbeitsverhältnissen. Armut bedeutet oft schlechtere Gesundheitsversorgung, Wohnen, Mobilität und Bildungsmöglichkeiten. Wir wollen mit daran wirken, dass sich das ändert. Unser Ziel heißt soziale Gerechtigkeit, umfassende Demokratie und Schutz der Umwelt für unsere Kinder und Enkel. Auch in Mülheim an der Ruhr.

Unter anderem braucht es mehr bezahlbaren Wohnraum. Nach einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung aus dem Jahr 2018 fehlen in Mülheim über 10.000 Wohnungen zu günstigen Mieten, damit alle Haushalte mit leistbarem Wohnraum versorgt werden können. Dabei ist Wohnen ein verbindliches Menschenrecht und gehört als Daseinsvorsorge in die öffentliche Hand. Dazu gehört der soziale Wohnungsbau mit bezahlbaren Mieten und zeitgemäßen Standards wie Barrierefreiheit. Unsere Vorstellung ist ein genossenschaftlicher Wohnungsbau mit Mehrgenerationenwohnprojekten, ein gemeinsames Wohnen älterer Menschen sowie eine weitgehende Mitwirkungsmöglichkeit für alle Mieter*innen. Öffentlicher Grund und Boden gehört allen und soll nur noch in (Erb-)Pacht vergeben werden, um den Privatisierungswahnsinn zu stoppen und die eigene Gestaltungshoheit auch zukünftig nicht zu verlieren. Für jeden Privathaushalt soll es ein kostenloses, an der Haushaltsgröße orientiertes Grundkontingent an Strom geben. Somit wären Stromabschaltungen des Energieversorgers und eine hiermit einhergehende Unbewohnbarkeit der betroffenen Wohnungen zukünftig nicht mehr möglich.

Veröffentlicht am 31.08.2020